7000 Stunden im Dienst für die Mitmenschen

Auf ein arbeitsreiches Jahr blickte der Babenhauser Bereitschaftsleiter Michael Schröter bei der Jahreshauptversammlung im Rot-Kreuz-Heim zurück. So summierten sich die Einsatzstunden der Bereitschaft auf knapp 3800, zu denen noch 600 Stunden des Frauenarbeitskreises und rund 2800 Stunden durch die Mitarbeiterinnen im neu gegründeten „Rot-Kreuz-Laden“ in der Stadtgasse kommen.

Diese Einrichtung, die dritte ihrer Art im Unterallgäu, boomt. An den Markttagen sei der Laden regelrecht gestürmt worden, so Leiterin Vroni Paul. 20 ehrenamtlich tätige Helferinnen präsentieren Spenden auf Verkaufsständern und in Regalen. Im Namen der Gemeinde bedankte sich Marktrat Alex Maier-Graf für die Arbeit und bezeichnete den Rot-Kreuz-Laden „als Gewinn für Babenhausen, auch aus der Sicht der Nachhaltigkeit“.

Gleichgültig ob Schulfest, Primiz oder Reitturnier, Schützenfest oder eine Sportveranstaltung – BRK-Mitglieder waren sicherheitshalber mit dabei. 64 Mal mussten sie Hilfe leisten. Der ehrenamtliche Rettungsdienst inklusive Hintergrunddienst erwies sich mit über 1600 Einsatzstunden als sehr arbeitsintensiv. 1341 Blutspender bei zwölf Terminen in Babenhausen, Kettershausen und Winterrieden wurden zur Ader gelassen. Küchenpersonal versorgte auch die 180 Kinder beim Zeltlager der Kreisfeuerwehrjugend auf dem Zeltplatz am Fuggerweiherein Wochenende lang. „Geschminkte Verletzte“ galt es beim Ferienprogramm der Marktgemeinde fachmännisch zu verarzten.

Neu war im vergangenen Jahr der Einsatz im Rahmen der Flüchtlingshilfe. Fünf Mitglieder der Bereitschaft unterstützten über 200 Stunden lang ihre Kollegen in den Erstaufnahmelagern in Memmingen und Memmingerberg. Zur Aufbesserung der Finanzen nahmen die Rotkreuzler an vier Großveranstaltungen mit ihrem „Glückshafen“ teil.

Ernst Weber berichtete über die „Breitenausbildung“, bei der die Erste-Hilfe-Kurse mit rund 300 Teilnehmern herausragten. Der neue Kurs „Ausbildung in Erster Hilfe“, der die bisherigen Sofortmaßnahmen- und EH-Kurse ersetzt, wird auch künftig jeden Monat am letzten Dienstag und Mittwoch angeboten. Anmeldungen über „www.brkua.de“.

Über die Seniorenarbeit mit nahezu 600 Stunden berichtete Renate Gutleber. Bei acht Seniorennachmittagen trafen sich ältere Bürger zu einem Hoigata. Hinzu kamen noch drei Ausflugsfahrten. Mit 150 Stunden unterstützten die Mitglieder des Frauenarbeitskreises die Blutspendetermine. Außerdem halten sich die Senioren bei den wöchentlichen Turnstunden fit.

Gemeinsam ehrten Chefarzt Dr. Uwe Parday und die stellvertretende unterallgäuer BRK-Vorsitzende Erika Freuding verdiente Mitglieder. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Christa Stölzle und Robert Wölfle mit der Ausbildungsspange und der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Für 35 Dienstjahre wurde Renate Gutleber geehrt. Die Goldene Ehrennadel ging an Centa Bohnet, die seit 40 Jahren dem BRK angehört. Johann Rau erhielt das Ehrenzeichen für 45 Jahre.

 

Quelle: Memminger Zeitung

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