Rettungshundestaffel - unsere 4-beinigen Freunde

Unser
TeamUnser
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Team

„Such-Voraus“ - Mit diesem Kommando werden unsere Hunde in die Suche geschickt, wobei diese Order gleichzeitig die Option bietet, um Auftrag und Ziel der Rettungshundestaffel zu beschreiben. Vermisste oder verschüttete Personen in unwegsamen Geländen oder in Trümmern zu suchen - zu orten - zu retten (lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen und die Übergabe an den Rettungsdienst) sind die Kernaufgabe unserer Rettungshunde-Einheit. Im Bayerischen Roten Kreuz ist die Rettungshundearbeit als Facheinheit dem Sanitätsdienst zugeordnet.

Unserer Arbeit basiert alleinig auf ehrenamtlichem Engagement für interessierte Leute, die sich mit ihren Hund in der Freizeit zum Rettungshundeteam ausbilden lassen und darüber hinaus an 365 Tage im Jahr bei Wind und Wetter, Tag und Nacht zum Nulltarif für Sucheinsätze bereitstehen. Alle Mitglieder der Rettungshundestaffel sind ausgebildete Sanitäter

Kurzvorstellung

Mensch und Hund - Voraussetzung und Ausbildung zum Rettungshundeteam

Die Ausbildung ist die wichtigste Investition in der Rettungshundearbeit. Nur ein gut ausgebildetes Rettungshundeteam kann später im Einsatz kompetent arbeiten und das sichere Auffinden der vermissten Personen gewährleisten.Bis dahin ist viel Idealismus und Freizeit gefordert, um ein gutes Rettungshundeteam zu werden, denn alle Rettungshundeführer arbeiten ehrenamtlich mit ihren eigenen Hunden, die freilich beim Hundeführer als “ganz normale Familienhunde” leben.

Die Grundausbildung zum BRK-Rettungshundeteam dauert in der Regel ca. 2-3 Jahre.

Die Ausbildung endet mit der Prüfung zum Geprüften Rettungshundeteam durch die Gemeinsame Prüfungs- und Prüferordnung für Rettungshundeteams (Trümmer/Flächensuche) gemäß DIN 13050 (GemPPO-RHT (T/F). Die Prüfung muss zur Wahrung der Einsatzfähigkeit innerhalb von 18 Monaten wiederholt werden.

Um das Ziel Geprüftes Rettungshundeteam zu erreichen, braucht es viele Trainingseinheiten und Übungssequenzen. Deshalb treffen wir uns zwei- bis dreimal wöchentlich zum Training auf unterschiedlichen Geländeformationen.

Rettungshundearbeit ist ein “Hobby” mit hohen psychischen und physischen Anforderungen an Mensch und Hund wie kein anderes!

Rettungshundearbeit

  • ist ein verantwortungsvolles “Steckenpferd”, schließlich geht es um die Rettung von Menschenleben
  • fordert einen enormen Zeitaufwand und gutes Durchhaltevermögen
  • ist Hund-ert-prozentiges Ehrenamt für Hund und Hundeführer
  • bedeutet Trainingseinheiten und Einsätze bei jedem Wetter und zu jeder Tageszeit
  • ist absolute Teamarbeit, sowohl mit dem eigenen Hund als auch mit den anderen Hunden und Staffelkollegen
  • zielt nicht auf Ruhm und Ehre, sondern auf die Bereitschaft anderen Menschen zu helfen

Hat mein Hund die Voraussetzung zur Rettungshundeausbildung?

Grundsätzlich sind alle Hunderassen geeignet:

  • die gesund (Rettungshundearbeit ist Hochleistungsport für Hunde) und unter 5 Jahre alt sind
  • nicht unbedingt 60 kg auf die Waage bringen oder zu klein oder zu Kurznasig sind
  • die Gewandtheit zeigen
  • Nervenstärke besitzen
  • einen ausgeprägten Spieltrieb und Wesensfestigkeit gegenüber Menschen und Artgenossen mitbringen
  • Grundkenntnisse des Hundes in Gehorsam erleichtern die Ausbildung

Bin ich als Rettungshundeführer geeignet?

Pauschal kann man sagen, dass es sich in der Regel erst in der Zeit als “Anwärter” heraus stellt, ob einem diese Tätigkeit tatsächlich liegt. Es ist jedoch von Vorteil, wenn Folgendes auf Sie zutrifft:

  • Ich habe genügend Zeit mit meinem Hund die Rettungshundeausbildung anzugehen
  • Ich engagiere mich zu 100 Prozent für die Rettungshundestaffel
  • Meine Familie unterstützt mich mit der Rettungshundeausbildung zu beginnen
  • Ich besitze Einfühlungsvermögen für Mensch und Tier
  • Ich bin breit nochmals die Schulbank zu drücken, um Neues zu Lernen und an Lehrgängenund Seminaren teilzunehmen
  • Mein ausgeprägter Teamgeist hilft mir eigene Ziele hinter die der Gruppe zurückzustellen
  • Ich bin gesund und körperliche Fit, um in der Nacht ein paar Stunden im Wald herum zu stapfen
  • In Extremsituationen bin ich belastbar
  • Ich bin zur aktiven Mitgliedschaft im Bayerischen Roten Kreuz bereit
  • Ich bin zwischen 18. und 55 Jahre alt

Ausbildung Hund

Voraussetzung zur Rettungshundeausbildung ist der Eignungstest. Dieser soll Aufschluss darüber geben, ob der Hund zur Ausbildung zum Rettungshund geeignet ist.

Ausbildungsinhalte

  • Unterordnung – Gehorsam: In Freifolge und an lockerer Leine „Fuß“ gehen, in der Bewegung und auf Kommando „Sitz“, „Steh“, „Platz“ ausführen, Heranrufen des Hundes;
  • Ablegen unter Ablenkung
  • Voraussenden oder alternativ Detachieren
  • Gewandtheit- Gerätearbeit: Begehen von glatten und beweglichen Untergründen, (Schutt, Geröll, Blech, Gitterrosten u.v.m.), Begehen beweglicher Brücke, Leitern (waagerecht und schräggestellt) und Wippe, Durchkriechen von Tunnel/Röhren
  • Verweisübungen
  • Trageübungen
  • Sucharbeit in der Fläche oder in den Trümmern

Ausbildung Mensch

Während der Ausbildung am Hund muss jeder Hundeführer die nötigen theoretischen Grundlagen erlernen und in der Praxis umsetzten können.In Lehrgängen oder Kursen unserer Staffel, unseres Kreisverband müssen die zukünftigen Rettungshundeführer ihr Wissen erlernen. Später werden die Inhalte regelmäßig in den Fort- und Weitebildungsabenden in der Bereitschaft sowie in den Staffelabenden aufgefrischt, erweitert und vertieft.

Ausbildungsinhalte

  • Sanitätsdienst-Ausbildung
  • BOS Funklehrgang
  • Kynologie
  • Erste Hilfe am Hund
  • Orientierung und Kartenarbeit (GPS, Karte und Kompass)
  • Trümmerkunde
  • Organisation und Einsatztaktik des Rettungshundeeinsatzes, insbesondere Lagebeurteilung
  • Verhaltensgrundsätze bei Transporten
  • Unfallverhütung / Sicherheit im Einsatz

Weitere Informationen zur Rettungshundeausbildung finden Sie unter: memmingen.rescur-dog.de