Wir über uns - Ein Bereitschaftsmitglied stellt sich vor

Wer nicht im Augenblick hilft, scheint mir nie zu helfen.Johann Wolfgang von Goethe

Häufig wird die Frage gestellt, weshalb ich freiwillig meine Zeit einer wohltätigen Organisation widme und dort einen großen Teil meiner Freizeit verbringe. Auf diese Frage gibt es keine konkrete Antwort, aber Goethe formuliert den Gedanken  vieler ehrenamtlicher Helfer ziemlich passend. Jemand zu helfen, der selber dazu nicht mehr in der Lage ist, ist meiner Meinung nach das Mindeste, was man als Akt der Nächstenliebe tun kann.

Ich kann es nicht genau in Worte fassen, was mich persönlich antreibt, mich ehrenamtlich als Sanitäter zu engagieren, aber das was es ist, ist etwas sehr Intensives. Es ist mein Wunsch, Menschen aus ihrer Notlage zu befreien und jedem die Möglichkeit einer „zweiten Chance“ zu geben.

Diese Gedanken interessierten mich schon in der 5. Klasse, als an meiner Schule die Schulsanitätsdienst-Gruppe vorgestellt wurde. Ich weiß nicht genau warum, aber irgendetwas in mir, faszinierte mich an der Vorstellung, Leben zu retten. Nun war der Grundstein gelegt und ich begann mir heimlich die Anatomie Bücher meiner Mutter zu borgen und durchstöberte sie fleißig.

Von der Anatomie zur Notfallmedizin war es nur noch ein Katzensprung und ich begann mir viele Bücher über die Notfallrettung durchzulesen. Mir fiel auf, dass mich die Funktionsweise und die möglichen auftretenden Störungen des menschlichen Körpers unheimlich interessierte und so verstärkte sich bei mir der Wunsch, beim bayerischen Roten Kreuz eine Ausbildung zu absolvieren.

Mittlerweile ist dieser Wunsch Realität geworden und ich engagiere mich ehrenamtlich beim bayerischen Roten Kreuz als Sanitäter. Bis heute bereue ich diese Entscheidung nicht und ich bin froh, die Welt dadurch vielleicht ein klein bisschen besser zu machen.

Felix Schimmer

Felix Schimmer
Schüler, seit 2013 beim BRK